Dingbatz, Dingsplatz - DingsWAS?

Einen wunderschönen guten Abend!

Steht ihr auch manchmal auf der Leitung? Ich regelmäßig, ich wohne sozusagen auf der Leitung. Ich bin es einfach gewohnt, aus dem Mustopf zu kommen, manchmal den Teil aus der Mitte zu verpassen oder, wie hier passiert, mich einfach nicht mehr zu erinnern. Macht aber nichts, damit kann man ganz gut leben und die lebenswichtigen Dinge verrutschen mir auch selten - mehr so die schönen, kreativen - es gibt so viele und ich muss manchmal einfach priorisieren! Das liegt ganz oft daran, dass ich mit anderen Dingen beschäftigt bin oder meine Gedanken mal wieder abgeschweift oder von irgend etwas anderem fasziniert sind. Worauf wollte ich jetzt eigentlich hinaus? Ach ja.

2017 hat das Zentangle Headquarter eine neue Zentangle-Form vorgestellt: Dingbatz. Hierbei geht es um kleine Ornamente, die in sich abgeschlossen sind und in dieser Form oftmals in der Druckkunst zu finden sind. Habt ihr schon mal diese kleinen hübschen Bilder am Abschluss von Buchseiten gesehen? Genau um so etwas geht es - im Zentangle-Style

Ich habe es mal ausprobiert und darüber sogar schon einmal gebloggt, das Thema dann aber wieder aus den Augen verloren - komplett gestrichen - die Leitung blockiert, whatever- und mit irgendwas anderem weiter gemacht. Aber in letzter Zeit habe ich so viel schöne Dingbatz gesehen, dass ich es selber noch mal ausprobieren musste. Und dann war das Wochenende gelaufen, ich hing am Haken und ich konnte nicht mehr aufhören. Es hat ein wenig gedauert, bis ich loslassen konnte und eigene Wege gehen konnte, denn die vielen Eindrücke von den Werken anderen Tangler halten mich oft davon ab, selber kreativ zu werden - kennt ihr das auch? Doch dann hats "PLOPP" gemacht und mit einem Mal sind mir die schönsten Kleinode aus dem Micron geflossen, seht selbst.

Dieses recht komplexe Dingplatz habe ich auf einer ATC-Kachel getangelt und mich mal wieder über die Symmetrie gefreut. Die Grundform habe oft ich mit Bleistift vorgezeichnet, das ist aber bei ZIA auch kein Thema. Und dann ist mein Dingbatz-Tor ganz wie von selbst gewachsen:

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Nummer 2 habe ich dann in einem Oval probiert. Mir gefällt mir die Schattierung nicht so gut, aber dafür finde ich meine Mookas ganz entzückend. Das mit den Mookas ist ja immer so eine Sache, manchmal gelingen sie mir gut, manchmal wollen sie einfach nicht. An diesem Wochenende wollten sie, vielleicht lag es an dem herrlichen Wetter?

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Dieses kleine Dreieck war der allererste Versuch. Ich finde es ganz niedlich und so schön bescheiden:

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Und hier nun wieder einmal die Mookas und das Werk, dass mir ganz besonders gut gefällt. Wer von euch schon mal mit mir getangelt hat, weiß ja dass ich es gerne luftig mag. Ich mag freie Stellen auf meinen Kacheln, aus denen das Werk "atmen" kann. Weniger ist manchmal mehr. So geht es mir im übrigen auch mit meiner Einrichtung: Ich mag es, wenn alles seinen Platz hat und nicht zu vollgestellt ist. Sonst findet man ja auch nüscht mehr, das aber nur am Rande. Ich habe sogar daran gedacht, bei diesem Dingbatz die Entstehungsschritte zu dokumentieren. Zunächst die Grundform:

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Dann folgte die Füllung, die ich relativ früh für fertig befand, so schön harmonisch:

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Eine Aura mit dem 08er, das musste sein:

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Un dzu guter Letzt die Schattierung:

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Gefallen euch meine Dingbatz? Ich werde im Juli einen Versuchslaborkurs anbieten, in dem auch Dingbatz ein Thema sind. Hier werden wir uns außerdem auch mit Dingsplatz beschäftigen, das erkläre ich euch dann live. :o) Über den genauen Termin und Ort informiere ich euch im Newsletter.

 Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und beende diesen Artikel -natürlich- mit einem Dingbatz. :o)

Eure Sabrina


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