Viele Events, viel Inspiration und nun endlich Weihnachten!

Langeweile? Was ist das?
In den letzten Wochen bin ich von Event zu Termin zu Kurs zu Ausstellung zu sonstwohin geflitzt. Das war eine tolle Zeit und ich habe wieder tolle Menschen kennengelernt und wiedergesehen, viel gesehen und gefühlt und bin jetzt voll von Eindrücken, die ich gerne mit euch teile.
 
Also, wo fange ich denn an?
 
Vorne: Ich war beim brandenburgischen Hospiztag in Frankfurt an der Oder eingeladen und durfte da einen Zentangle-Workshop geben. Das ist eine besondere Ehre, denn ich bin so froh, dass es Menschen gibt, die in diesem Bereich entweder ehrenamtlich oder hauptberuflich arbeiten. Schön, dass ich den Teilnehmerinnen eine Methode zeigen konnte, mit der sie sich selber oder auch Sterbenden oder deren Angehörigen eine schöne, kreative Zeit bereiten können.
 
Thema des Hospiztages war "Kunst und Tod", und ich war einer von vielen Workshops, unter denen die Teilnehmer wählen können. Es gab zum Beipiel auch einen Clown-Workshop oder einen mit Taize-Gesängen, die ich ja auch ganz irre finde und die man dann auch auf den Gängen gehört hat.

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Der Hospiztag fand in der Viadrina statt und in meinem Kursraum war doch tatsächlich eine grüne Schultafel. Das war wohl der einzige Raum, in dem es so etwas noch gibt. Wie immer, war ich überpünktlich, da ich mich gerne in Ruhe vorbereite. Und so schlich ich eine Stunde um diese Schultafel rum, bis ich ihr nicht mehr widerstehen konnte. Ihr versteht das sicher . :o)

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Die Kursteilnehmerinnen waren waren bezaubernd und so hatten wir alle miteinander eine tolle Zeit. Hier sind unsere Ergebnisse:

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Außerdem war meine liebe Freundin Jennifer Hohensteiner (CZT aus Bad Vilbel) in Berlin und wir haben einen ereignisreichen Tag miteinander verbracht. 

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Leider war die Zeit zu kurz, um miteinander zu tangeln. Außerdem haben wir gemeinsam einen großen, unwiderstehlichen Künstlerbedarfs-Fachhandel gestürmt und ich war froh, Jennifer an meiner Seite zu haben. Ich bin mit so einem großen Angebot meist total überfordert und vergesse schon beim Betreten, was ich eigentlich da wollte. Aber Jennifer hat mich durch die Wogen des Konsums gelnkt - danke, meine Liebe! Ich konnte mich mit einer anschließenden kleinen Stadtführung bei herrlichstem Wetter revanchieren. Das war ein herrlicher Tag.

Und es gab noch mehr Besuch in Berlin! Fumiko Ohama hat in einer sehr stimmungsvollen Galerie in Wilmersdorf eine Ausstellung zum Thema "Babypuppen und Zentangle" gehabt. Begleitet wurde sie von Jörg Richter (CZT aus Frankfurt). Gemeinsam mit Tatjana Beckmann (CZT aus Berlin) - hat noch irgendjemand einen Überblick bei dieser geballten CZT-Power? - habe ich die Ausstellung besucht und natürlich ordentlich gequatscht, gefachsimpelt und gestaunt, in welche Zusammenhänge unsere Kunst so gebracht werden kann.

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Ja richtig, und dann war da ja noch dieses Mitmachevent in der Buchhandlung Thalia in den Hallen am Borsigturm.

Davor hatte ich etwas gemischte Gefühle: Wer Lust hat, setzt sich zu mir und tangelt mit mir. Ich hatte vorher einige Muster vorbereitet. Und im Hinterkopf: Was machste eigentlich, wenn keiner kommt? Wenn keiner Interesse daran hat oder niemand dafür Zeit erübrigen kann?

Die vorbereiteten Muster für diesen Kurs waren unter anderem Romamancy (obwohl das ja eigentlich eher eine Technik ist), Wheezy, Shattuck, Printemps und Flukes - all diese Muster sind schnell erklärt und machen großen Spaß.

Wie immer hab ich zu viel nachgedacht, den innerhalb kurzer Zeit war der Tisch, der wirklich mitten im Laden stand, voll und hat sich eigentlich bis zum Abend auch nicht mehr geleert. Ich habe alte Bekannte getroffen, interessante neue Menschen kennengelernt und kann nun auch virtuellen Bekannten ein Gesicht zuordnen. Ein sehr spannender Nachmittag in einer schönen Umgebung. Umgeben von Büchern  - das war eine tolle Atmosphäre, schaut selbst:

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Tja, und jetzt steht tatsächlich schon Weihnachten vor der Tür, Kinder wie die Zeit rennt! Dann beende ich diesen Blogartikel doch am besten mit Fotos vom Weihnachtskarten-Special im wunderbaren Malsalon, die für sich sprechen und euch hoffentlich eine Inspiration sind! Habt ein wunderbares Weihnachtsfest und - sofern ihr das auch so mögt wie ich - ein paar stille Tage mit viel Zeit, die ihr mit Dingen füllt, die euch guttun. 

Diese Tannenbaumkarten haben wir auf Fabriano-Papier getangelt und neben den tollen Microns rote und goldene Gelstifte verwendet. Ich habe mit vorher Weihnachtsvariationen von Wheezy, Shattuck und Crescent moon ausgedacht. Gefällt euch das Fantasiewäldchen?

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Das zweite Projekt in diesem Kurs hat mich graue Haare gekostet. Ich wollte un-be-dingt, und das hatte ich schon im August beschlossen, mit roten, quadratische Passepartoutkarten arbeiten. Jibts nich. Musste ich selber machen. Aber zentral in eine quadratische Karte ein rundes Loch reinzukriegen, das auch noch ordentlich aussieht - ein Ding der Unmöglichkeit. AAaaaaaber! Ich habe es hinbekommen, während der Vorbereitungszeit sahen 3 Räume unserer Wohnung aus wie die Werkstatt eines Bastelverlages und mein Mann kam nur noch mit vorheriger Anfrage nach Hause, ob er die Wohnung unbeschadet betreten könne, ohne in irgendwelche Klingen zu treten oder unterwegs verloren zu gehen.

Das nun gelungene handgemachte Loch in der Passepartoutkarte haben wir mit Fabriano-Pergamo-Papier gefüllt. Das ist halbtransparentes, wunderbar glattes Papier, auf dem es sich wirklich ganz wundervoll tangelt. Ich hatte Stern-Schablonen vorbereitet, die wir dann mit dreieckigen Fragments betangelt haben, natürlich auch wieder in wiehnachtlich-glitzerndem Rot und Gold.

Schaut, wie sich meine Gäste daran ausgetobt haben, jedes Ergebnis ganz individuell und einfach schön, findet ihr nicht auch?

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Liebe Grüße von eurer Sabrina

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